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Marion Jourdan

Marion Jourdan

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Kurzbiografie:

1988 Studium der Ethnologie und Erziehungswissenschaften in Heidelberg, im Anschluss langjährige Tätigkeit in den Völkerkundlichen Sammlungen Mannheim. Von 1997 bis 2000 auch Lehraufträge an der Uni Heidelberg, ab 2009 parallel tätig als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache und in Alphabetisierungskursen. Seit 2013 Tätigkeit am Carl Bosch Museum Heidelberg.

Was ist dein persönlicher Bezug zum Thema Angehörigenbetreuung? Warum engagierst du dich im FICUS Betroffenenbeirat?

Durch den schweren Unfall meines Partners und als Teilnehmerin der FICUS-Studie bin ich das erste Mal auf dieses wichtige Thema aufmerksam geworden. Dass Betroffene in die FICUS-Studie einbezogen und gehört werden, ist ein wichtiger Ansatz und eine Chance, gemeinsam im Team des Betroffenen-Beirats daran mitzuwirken. Die Unterstützung im Spital hat mir und meiner Familie geholfen, sodass ich etwas ‚zurückgeben‘ möchte. Generell empfinde ich es als wichtig, die Perspektive der Betroffenen, ob Patient oder Angehöriger, in medizinischen Studien einzubeziehen, denn es geht um deren Wohl. Aber auch darüber hinaus, im direkten Kontakt von Patient und Ärzte und Pflegepersonal, sollten die Betroffenen stärker gehört werden.

Welche Erfahrungen, Kenntnisse oder besonderen Perspektiven bringst du ein?

Vielleicht kommen meine Erfahrungen am ehesten aus dem zentralen Anliegen meines Studiengangs Ethnologie (Völkerkunde), der Stimme des ‚Anderen‘ Gehör zu verschaffen und den zu Untersuchenden als handlungsfähigen Menschen (Subjekt) mit all seinen Lebenserfahrungen zu begreifen. Diese Erfahrungen in die medizinische Forschung einzubringen, bedeutet ein großer Schatz und kann die Forschung nur bereichern.