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Kurzbiografie:
Nach meiner kaufmännischen Lehre bei der UBS AG habe ich von 2006 bis 2013 Betriebsökonomie an der Fernfachhochschule Schweiz studiert. Beruflich war ich in diesen Jahren als Kreditsachbearbeiter, kirchlicher Jugendarbeiter und Bergbahnangestellter tätig. Von 2013 bis 2019 flog ich als Cabin Crew Member mit der SWISS um die Welt. Seit einem schweren Verkehrsunfall im Jahr 2019 bin ich IV-Rentner und engagiere mich als Patientenexperte.
Was ist dein persönlicher Bezug zum Thema Angehörigenbetreuung? Warum engagierst du dich im FICUS Betroffenenbeirat?
Ich habe als Patient mehrere längere Klinik- und Reha-Aufenthalte erlebt und dabei auch gesehen, wie stark Angehörige betroffen sind – oft übersehen, manchmal hilflos, aber immer emotional tief eingebunden. Diese Erfahrungen haben in mir den Wunsch geweckt, zur Verbesserung der Angehörigenbetreuung beizutragen.
Die Mitarbeit im FICUS Betroffenenbeirat erfüllt mein Bedürfnis, etwas Wertvolles beizutragen. Gleichzeitig unterstützt sie mich dabei, meine eigene Geschichte zu verarbeiten Es berührt mich, dass meine Perspektive als Betroffener ernst genommen und in die Forschung einbezogen wird.
Welche Erfahrungen, Kenntnisse oder besonderen Perspektiven bringst du ein?
Ich bringe umfassende Erfahrung als Patient mit: ein mehrwöchiger Aufenthalt auf der Intensivstation, über 30 Operationen und insgesamt rund 50 Wochen in Kliniken und Spitälern. Als Patientenvertreter wirke ich in mehreren Studien und Projekten mit – unter anderem bei FICUS, im Gesundheitsdatenraum Schweiz und in PPI-Workshops.